FC EAGLES AARAU
"Kein Rückzug, Kein Aufgeben"

 

Astrit Kryeziu und die fliegenden Eagles - der Aufsteiger mischt die Liga auf

Die Vorrunde in der 2. Liga interregional ist vorbei. In der Gruppe 5 sind 6 von 14 Teams aus dem Aargau. Am meisten zu überzeugen vermag ausgerechnet der Aufsteiger: der FC Eagles Aarau.

Astrit Kryeziu ist überrascht. Überrascht von der Leistung seines Teams. Denn die Eagles Aarau stehen als Aufsteiger nach der Vorrunde auf Rang 3 der Gruppe 5 in der 2. Liga interregional. 8 Siege, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen – so liest sich die Statistik. Als Aufsteiger eine mehr als akzeptable Bilanz. «Wenn uns das jemand vor dem ersten Saisonspiel angeboten hätte, wir hätten unterschrieben», sagt der 25-jährige Captain der Eagles lächelnd.

Überrascht ist Kryeziu nicht nur von der Leistung seines Teams, sondern auch von sich persönlich. Der linke Aussenverteidiger bringt zusammen mit Atdhe Kadrijai am meisten Einsatzminuten seiner Mannschaft auf das Fussballfeld und hat sich schnell ans höhere Niveau gewöhnt. Und obwohl er, wie er ehrlich zugibt, kein «feiner» Fussballer sei, macht er diese Schwäche mit Laufbereitschaft, Schnelligkeit und viel Einsatzwillen wett. «Schlussendlich muss die Mischung in der Mannschaft stimmen», ist er überzeugt. Und das sei bei den Eagles der Fall.
Und nochmals überraschender wirkt die Leistung der Eagles, wenn man zum einen den Saisonverlauf der Vorrunde anschaut: Zwar konnte der Aufsteiger mit einem Sieg starten, danach war aber vom viel zitierten Aufsteigerbonus in den ersten Spielen nicht viel zu spüren. Nur einen Punkt holten sich die Eagles in den anschliessenden drei Begegnungen. Kryeziu betont: «Gegen Muri kamen wir voll auf die Welt und hätten auch deutlich höher als nur mit 1:3 verlieren können.» Dafür trumpften Kryeziu und seine Kollegen in den folgenden sechs Partien auf: 16 von 18 mögliche Punkte erspielte sich der Aufsteiger zuletzt.
Zusammengehörigkeit als Stärke
Zum anderen überraschend wenn man dem Captain zuhört, wie die Saisonvorbereitung verlaufen war: «Wir haben erst zwei Wochen vor Saisonstart richtig begonnen zu trainieren. Vorher waren viele von uns in den Ferien, an Hochzeiten oder sonstigen Festen. Solche Veranstaltungen sind uns Albanern sehr wichtig», sagt Kryeziu lachend. Und da der FC Eagles Aarau vor sechs Jahren aus einer Gemeinschaft von Freunden und Verwandten entstanden ist und die Zusammensetzung der Spieler auch heute noch so ist, fehlt aufgrund solcher Feste jeweils fast die ganze Mannschaft in den Trainings.
Diese Zusammengehörigkeit – dass die Spieler auch neben dem Fussballplatz miteinander Zeit verbringen – schätzt Kryeziu als grösste Stärke ein. Und obwohl die 1. Mannschaft quasi nur aus Spielern mit albanischem Migrationshintergrund besteht (mit Ausnahme des Nigerianers Babatunde Luqmon), ist dies nicht so gewollt. Kryeziu betont: «Bei uns steht der Charakter des Spielers im Vordergrund und nicht seine Nationalität.»
Realistische Zielsetzungen
Obwohl Kryeziu vor sechs Jahren noch nicht bei den Eagles spielte, war er bei der Gründung des Vereins mit dabei. Jeden Sonntag trafen sich Freunde und Verwandte zum Fussballspielen. Kurz darauf hatte sein Cousin und aktueller Präsident, Faton Gashi, die Idee den FC Eagles Aarau zu gründen. Der Start am Meisterschaftsbetrieb des Aargauischen Fussballverbandes in der 5. Liga folgte. Und seither gab es einen Aufstieg nach dem anderen zu verzeichnen. «Diese Erfolge machen mich extrem stolz», sagt der 25-Jährige.
Diese Erfolge und die gelungene Vorrunde lassen ihn und seine Teamkollegen aber nicht abheben. «Die Liga ist extrem ausgeglichen. Wir müssen in jedem Spiel unser Maximum abrufen, damit wir gewinnen können.» Und so bleibt der Captain realistisch, wenn es um Zielsetzungen geht. Trotz nur zwei Punkten Rückstand auf den Leader aus Dietikon will der Aufsteiger so schnell wie möglich die nötigen Punkte holen, damit auch rechnerisch ein möglicher Abstieg kein Thema mehr ist. «Vor allem fussballerisch wollen wir in der Rückrunde Fortschritte erzielen. Dabei im Ballbesitz noch dominanter auftreten, unsere Fans mit Offensivfussball verzücken und uns individuell verbessern. Dann werden wir auch in der Rückrunde viel Freude haben», sagt Kryeziu lächelnd.

 

von Stefan Salzmann - az Aargauer Zeitung - 14.11.2018 um 05:00

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22.10.2018

Fc Eagles Aarau (3) - Fc Wohlen (2)

Der Schachen wird zur Festung

Nachdem unsere Adler letzte Woche in Dulliken einen Vollerfolg feiern konnten, wollte man mit dem FC Wohlen die nächsten drei Punkte einfahren, erst recht zu Hause. Die Eagles wollten zu Hause schliesslich ungeschlagen bleiben.

Das Spiel begann unterhaltsam, mit einem hohen spielerischen Tempo. Die junge Mannschaft des FC Wohlen zeigte sich dabei von einer sehr guten fussballerischen Seite. Quirlig und schnell auf den Füssen und mit einer ansehnlichen technischen Raffinesse.
Anfangs mit mehr Ballbesitz und einigen Vorstössen zeigten sich die Wohlener immer wieder vor dem Tor von Torhüter Neziri, der ausser einem Eckball jedoch nicht eingreifen musste. Allmählich wachten unsere Adler aber auf, anfangs noch ein wenig unter Druck gesetzt, wendeten sie das Blatt zu Ihren Gunsten. Das Tempo erhöhte sich und die Zweikämpfe wurden entschlossener geführt, was sich auf die Torchancen bemerkbar machte. Man war nun am Drücker und wollte das 1-0. Durch mehrere Kombinationen schien der Angriff verpufft, jedoch war Arijan Gashi im 16er freigelassen worden. Dieser drückte die herrliche Flanke von Fatjon Lokaj mühelos ins Tor. Die Adler setzten nun nach und wollten vor dem Pausenpfiff das Resultat erhöhen. Den Zuschauern schmerzten jedoch die Augen ob der, milde ausgedrückt, schlechten Chancenverwertung. Wenn sich das mal nicht rächen sollte. Trotzdem, verdiente 1-0 Führung zur Pause.

2. Hälfte. Die Anfangsphase begann ein wenig, sagen wir mal, verschlafen. Zu naiv wurde in der Vorwärtsbewegung der Ball verloren und so klingelte es im Kasten von Neziri, der von seinen Mitspielern alleine gelassen wurde. Wer sie nicht macht, der bekommt sie, eine alte aber wohl wahre Fussballerweisheit. 50min. 1-1. Nun aber raus aus dem Dornröschenschlaf, 3 Punkte waren Pflicht. Die zweite Halbzeit durfte nicht wie die erste enden. Die Adler schüttelten sich und gaben nun wieder mehr für das Spiel, aber auch Wohlen hatte eine grosse Portion Mut gewonnen und so entwickelte sich ein ziemlich unterhaltsames Spiel. Patrick Perlaskaj konnte es nicht lassen und schlug im 16er nochmals einen Hacken, dabei wurde er gefoult – Penalty. Das Fatjon Lokaj momentan nur schöne Tore schiesst und einen Lauf hat, wusste man. Dass er es aber so spannend machen möchte war für die Mitspieler wie auch die Zuschauer unbegreiflich, sein lascher Penalty der vom Torhüter gehalten wurde, topte er mit einem fulminanten Drehkopfball durch eine schönen Flanke von Kadrijaj. Kopfballtor Lokaj, warscheinlich sein erstes in der Karriere aber was für eines. 2-1 für die Eagles. Diesmal wollte man nicht nachlässig werden und setzte alles daran das nächste Tor zu erzielen. Nach einem Eckball schlich sich Florin Hasanaj, der andere Innenverteidiger, in Torjägermanier von seinem Gegenspieler und erzielte artistisch das 3-1. Leider schlich sich bei unseren Adlern wieder das gleiche Szenario wie in der ersten Hälfte ein. Zu Naiv vergab man sehr gute Tormöglichkeiten und im Gegenzug spielte Wohlen immer befreiter auf. Ein schönes Zuspiel durch die Mitte und der Anschlusstreffer zum 3-2 wurde erzielt, dabei prallte der Torschütze mit Torhüter Neziri zusammen und musste anschliessend mit der Trage aus dem Spielfeld getragen werden. Wir wünschen dem jungen Armend Berisha an dieser Stelle gute Besserung! Wohlen versuchte nochmals alles den Ausgleichstreffer zu erzielen. Diesmal präsentierten sich die Adler jedoch hellwach und brachten das Resultat und damit die 3 Punkte über die Zeit. Man ist nun seit fünf Spielen ungeschlagen und davon 4 Siege, ausserdem wird der Schachen allmählich zur Festung.

Kein Rückzug, Kein Aufgeben – Hopp Eagles!



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Eagles Aarau sind Aargauer Meister!

Über 1000 Zuschauer pilgerten am Samstagnachmittag in den Aarauer Schachen. Dieser war Schauplatz der «Finalissima», wobei der Herausforderer aus Klingnau einen Sieg gegen den Leader Eagles Aarau benötigt hätte, um diesen auf der Ziellinie noch abzufangen. Doch es kam völlig anders: Bereits nach einer halben Stunde lagen die Hausherren dank Toren von Altin Gashi und Albert Marku mit 2 Längen voraus. Die letzten Klingnauer Hoffnungen auf einen Coup zerschlugen sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als Meriton Bytyqi für die Vorentscheidung besorgt war. Für Klingnau war es nach 12 (!) Siegen in Serie die erste Niederlage.

Der FC Eagles Aarau hat die Finalissima gegen Klingnau mit 3:0 klar für sich entschieden und steigt somit in die 2. Liga interregional auf.

An der Finalissima wurde Drilon Qelaj vom Vorstand und Trainer schweren Herzens verabschiedet. Er muss aus zeitlichen Gründen einen Schritt kürzer treten im Verein. Von Beginn an war er am Erfolg der Eagles als Spieler beteiligt.

Im Namen der ganzen FCEA-Familie bedanken wir uns bei Drilon und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft.